4. Schlafsack

FlatBlack

Der Schlafsack war meist der voluminöseste Teil der Ausrüstung, das geht aber auch anders.

 

Daune

Um beim Gewicht und Packmaß zu sparen kann man hier auf Daunenschlafsäcke mit guten Füllungsverhältnissen zurückgreifen.

Daune ist natürlich Feuchtigkeitsempfindlicher als Kunstfaser, deshalb sollte man hier darauf achten den Schlafsack nach jeder Nacht gut durchzulüften.

Daune fällt in sich zusammen wenn sie feucht wird und schafft es dadurch nicht mehr ihr volles Bausch- und Isolationsvermögen bereitzustellen. Sie brauchen also mehr Sorgfalt als Kunstfaserschlafsäcke.

 

Wasserabweisende Daune

Mitlerweile gibt es wasserabweisende Daune (Stichwort Hydrophobic Down), welche mit der Feuchtigkeit ganz gut zurecht kommen soll. Einige Nutzer sind davon sehr überzeugt andere hingegen sprechen davon, dass die behandelte Daune schneller verklumpt als unbehandelte Daune.

Die Imprägnierung (z.B von Nikwax) der Daune ist laut dem polnischen Schlafsackhersteller Cumulus relativ dauerhaft und fängt erst nach ca. 8 Waschgängen an sich abzunutzen, also mehr als ein Schlafsack durchschnittlich in seiner Lebensdauer erfährt.

Der Grundtenor zur wasserabweisenden Daune ist meines Erachtens schon sehr positiv, ob es einen letztendlich überzeugt, findet man am besten selbst heraus.

Die polnische Firma Cumulus kann ich bezüglich der Daunenschlafsäcke uneingeschränkt weiterempfehlen, sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Cumulus Daunenschlafsäcke

 

>>> Tipp: Sea to Summit Spark spI 348g!

(mit wasserabweisender Daune und Kompressionssack)

 

Synthetik

In den letzten Jahren haben Kunstfaserschlafsäcke allerdings ebenfalls einen qualitativen Sprung gemacht. Durch Füllungen wie Apex und Primaloft kommen sie den Daunenschlafsäcken in Packmaß und Gewicht schon ziemlich nahe. Leider findet man hier noch nicht wirklich viele Hersteller, die gerade Materialien wie Apex verwenden.

Cumulus Synthetik Schlafsäcke

Cumulus Heat liner (zusätzlicher Innenschlafsack)

 

Quilts

Um nochmal mehr Gewicht zu sparen kann man auch auf einen Quilt zurückgreifen. Die Idee eines Quilts besteht darin die Isolationsfüllung im Bereich der Isomatte auszusparen, da diese dort sowieso nutzlos ist, weil sie plattgedrückt wird. Meist verfügen die Quilts nichtmal mehr über Kapuzen. Abhilfe verschaffen Buff oder Mütze die man evtl. eh dabei hat.

Insgesamt ist ein Quilt ein Deckenartiger Schlafsack, der um die Isomatte geschnallt wird und somit auch sehr flexibel, also luftig oder enganliegend zu nutzen ist. Das System braucht meiner Meinung nach etwas mehr Sorgfalt in der Benutzung als normale Schlafsäcke und ist deshalb nicht unbedingt jedermanns Sache.

Cumulus Quilts (seit 2018 auch komplett offen als Decke nutzbar)

As Tucas Sestral Quilt

Enlightened Equipment Quilts (ca. +27% Zoll- und Versandgebühren)

 

>>> Tipp Synthetikquilt: As Tucas Sestrals Poncho

  • tragbarer Deckenschlafsack
  • feuchtigkeitsunempfindlich

 

>>> Tipp Daunenquilt: Alpkit Cloudcover

  • Top Preis/leistung
  • wasserabweisende Daune
  • günstigste und flexibelste Variante

 

Inlets

Mit Inlets kann man die Wärmeleistung seines Schlafsacks nochmal um ein paar Grad erhöhen. Darüber hinaus schläft es sich in ihnen angenehmer und sie verhindern, dass der Schlafsack von Innen verschmutzt. So muss man nur das Inlet waschen und kann sich eine teure Schlafsackreinigung sparen.

Quechua Seideninlett

Quechua Polyester Inlett

 

 

Nächste Seite: 5. Kochsystem